Danke!

Der WSV „Schneestern“ Seligenthal e.V. bedankt sich bei allen Teilnehmern am 42. RENNSTEIG-SKI-LAUF 2019.

 

Lob von allen Seiten

Von Theo Schwabe (STZ 11. Februar 2019)

Weit über 500 Langlauf-Enthusiasten von der Ostseeküste bis zum Königssee, vom Erzgebirge bis nach Holland zieht es trotz Dauerregens und Sturm hinauf auf Thüringens Kammweg zum Start zur 42. Auflage des Rennsteig-Skilaufs.

Oberhof – Ungebrochen ist die Resonanz für Thüringens traditionsreichsten Loipen-Renner des WSV „Schneestern“ Seligenthal: Obwohl die äußeren Bedingungen, insbesondere am Sonntag beim Klassiker über 30 Kilometer, zunächst nicht gerade einladend waren, gab es am Ende der Loipenhatz viel Lob zum einen für die Organisation um Gesamtleiter Andreas Eff als auch für die glänzenden Schneebedingungen rund um die Oberhofer Lotto-Arena.

„Der nasse Schnee war genau auf mich zugeschnitten“, freute sich der Sieger über 30 Kilometer, Jörg Gerstengarbe (SC Willingen). „Immer wenn ich meine Skier so richtig einklistern kann“, so der 45-Jährige, „läuft es bei mir wie geschmiert. Besonders am Birxstieg konnte ich in die Vollen greifen und kräftig schieben.“

Eigentlich hatte sich Gerstengarbe bei seiner nunmehr vierten Teilnahme und Rang zwölf im vergangenen Jahr diesmal einen Platz unter den Top-Sechs vorgenommen. Dass am Ende die 1:33:53 Stunden zum ersten Erfolg vor Chris-Ole Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg/1:35:03) und Jan Ciha (Gersfeld/1:35:29) reichte; konnte der frühere Leistungsläufer noch gar nicht richtig fassen.

Freuen konnte sich auch Chris-Ole Sauerbrey. „Es hat mich schon gereizt, auch einmal die 30 km in Angriff zu nehmen“, so der 20-jährige Bermbacher. Vielleicht hätte es sogar zum Sieg gereicht, wäre ihm nicht der Stock gebrochen. Mit einer Steigerung gegenüber 2018, als der Winter damals mit seiner ganzen Härte und Kälte zuschlug, wartete Jan Ciha auf: „Ich bin nun schon das fünfte Mal dabei, doch Platz drei ist jetzt meine beste Platzierung.“ Zweitbester Thüringer wurde Ralf Stejskal (SWV Goldlauter-Heidersbach) als Sechster. Martin Bauer mit Platz zehn komplettierte die starken Leistungen der Langläufer des SWV Goldlauter-Heidersbach.

Fünfmal musste Silke Escher (SC Annaberg) Anlauf nehmen, um ihren ersten Erfolg über 30 km in 1:56:38 h vor Monika Meyer (SV TU Ilmenau/1:59:59,5) und der Holländerin Nicole de Wit (2:00:41) zu feiern. „Trotz des unfreundlichen Wetters war die Spur super schnell“, so die 50-jährige Erzgebirglerin. Zudem liege ihr der klassische Laufstil wesentlich besser als Freistil.

Mit der 63-jährigen Monika Meyer bestimmte eine weitere gestandene Seniorenläuferin das Niveau mit. „ich ziehe den klassischen Laufstil vor“, so Meyer, die beim Rennsteig-Skilauf noch nie im freien Stil gestartet ist. Und das will die deutsche Senioren-Marathonmeisterin auch bei den jetzt anstehenden Deutschen Senioren-Meisterschaften in Ruhpoldingen nicht ändern

Jung und Alt vereint

Ob klassisch oder Skating, damit hat Matthias Albrecht (WSV Oberhof) keine Probleme. Wenn der Ex-Biathlet am Samstag über 15 Kilometer in der freien Technik auch den Jung-Biathleten Julian Hollandt (SWV Goldlauter-Heidersbach) nicht vom Erfolg abhalten konnte und sich hinter Till Ruhmann (TSG/WSC Ruhla) und Peter Hoffmann (Sportcollection Racing Team) mit Platz vier begnügen musste, freute er sich trotzdem über seine gute Leistungen. Denn auch in der klassischen Technik kommt Albrecht in der Loipe bestens zurecht, was er am Sonntag mit seinem ersten Sieg in 45:35 Minuten vor dem zehnfachen Senioren-Weltmeister Bernhard Schneider (SV TU Ilmenau/46:45) unter Beweis stellte. Dass zwischen beiden Langläufern 26 Jahre liegen, unterstreicht einmal mehr die Fitness Schneiders. Loipen-Ikone Schneider weiß genau, was er sagt, wenn er nach seinem furiosen Zieleinlauf hinter dem wesentlich Jüngeren den Organisatoren ein Riesenlob ausspricht: „Dieser Klassiker vereint Jung und Alt du ist ein unverwechselbares Aushängeschild des Thüringer Wintersports.“

„Ich hab mit sensationell gut gewachsten Skiern meinen ersten Erfolg bei diesem Klassiker gefeiert“, freute sich die 47-jährige Rostockerin Steffi Nowack über Platz eins am Sonntag über 15 km. Schon seit Jahren zieht es die ehemalige  Kanusportlerin in den Thüringer Wald zum Skilaufen. Seit mehreren Jahren gehört auch der Rennsteig-Skilauf zu ihrem sportlichen Winterprogramm. „Die klassische Technik zu laufen macht mir besonders viel Spaß“, sagte Nowack. Über 15 km Freistil stieg bei den Frauen die 18-jährige Charlotte Koch (SSV Erfurt 02/45:02 min) auf das höchste Treppchen vor der noch zwei Jahre jüngeren Alexandra Otto (WSV Bad Liebenstein/45:12). Im Rahmen des Rennsteig-Skilaufs wurden auch die Thüringer Meisterschaften über 30 km ausgerichtet.